domingo, 30 de dezembro de 2012

Rückblick auf 2012

 Das Jahr geht zu Ende. Ich wollte, es hätte es nie gegeben. Wer hätte sich am Anfang des Jahres vorstellen können, welches Ende es haben würde!
Aussendungsfeier in RS Ende Juni 12
 Im Februar stand der Reisedienst in Deutschland vor uns. Ich hatte Sorge, dass Ernesto es vielleicht nicht schaffen würde 3-4 Monate von Gemeinde zu Gemeinde zu reisen., um von unserer Missionsarbeit hier in Brasilien zu berichten. Aber Gott gab ihm Kraft, wenn er sie brauchte. Es schien so, als ob er eine Spritze voll Enthusiasmus und Stärke bekam, sobald er anfing zu den Geschwistern zu sprechen. Nur ich weiss, wie    oft  er  fast zusammenbrach  vor Müdigkeit und Schwäche, wenn wir zu Hause ankamen. Ob das wohl schon eine Auswirkung des in den Gallengängen versteckten Krebses war?

 Er trug die Missionsberichte, die Bibelstudien oder die Predigten immer mit viel Freude vor. Es war sein "Hobby" (Lieblingsbeschäftigung) die Heilige Schrift den Menschen zu erklären. Er fühlte sich wirklich realisiert und hätte das Leben im Dienst Gottes nie für ein besser bezahltes oder mit menschlichen Erfolgen eingetauscht!

 Im Juni verbrachten wir einige Tage in einer Klinik, um seinen Diabetes wieder neu einzustellen. Es ging ihm sehr gut, und seine Zuckerwerte waren gut kontrolliert. Die Ärzte waren sehr zufrieden. Wir kamen Ende Juni zurück nach Brasilien und brachten Markus mit. Kurz drauf kam Ehepaar Knie um bei einigen Umzugsvorbereitungen mitzuhelfen. Wir hatten geplant im Juni 2013 nach Teresópolis umzuziehen. (Wenn ich daran denke, tut mir das Herz weh!!!!!!) Er fing an, laufend leichte Übelkeit zu verspüren und nahm sichtlich ab. Aber da das Haus voll Besuch war, wollte er nichts vom Arzt wissen. Ich sah, dass er immer gelber wurde. Er sah das nicht als Wichtig an. Zu unserer Freude kam noch das Ehepaar Allan und Tini. Nachdem die beiden Ehepaare wieder zurückflogen, wollte er Ferien in Teresópolis machen. Nur mit viel Mühe, konnte ich ihn davon überzeugen, den Arzt aufzusuchen.
Letztes Bild von Ernesto
  
Danach ging alles sehr schnell. Als er das erste Mal interniert wurde, stellte man schnell den Krebs in den Gallengängen fest. Sie bereiteten ihn für die Operation vor, was die einzige Behandlungsmöglichkeit bei diesem Krebs ist. Alle Eingriffe brachten bessere Ergebnisse, als erhofft. Die Ärzte und wir waren voll Hoffnung. Aber Gott hatte andere Pläne! Nach der gut verlaufenen Operation am 9. Oktober ging es ihm auf einmal radikal schlechter am Freitagabend (12.10). Das führte zu einem allgemeinen Organversagen, was mit dem Herzstillstand am Sonntagabend um 10,05 Uhr endete.  Es ist schmerzhaft, sich dies alles wieder in die Erinnerung zu rufen!!!!!! Unser bester Freund Roberto Carlos wich in diesen schweren Stunden nicht von meiner Seite. 
  
Seitdem ist so vieles geschehen! Viel Lauferei um eine Menge Dinge einzuleiten oder zu erledigen. Hatte viel Ärger und Vieles komplizierte sich - aber jetzt wo das Jahresende nahr, ist alles so weit eingefädelt und eingereicht. Vieles wird noch eine ganze Weile dauern, bis es endlich erledigt sein wird.

Vieles verdanke ich meinem treuen "Schildknappen" Elison, der für mich in der Stadt von Nord nach Süd, von Ost nach West unterwegs ist, (er ist über 65 und braucht weder im Bus noch in der U-Bahn zu bezahlen), um Dinge zu bringen oder zu holen, oder zu bezahlen usw. usw. Terezinha wohnt seit Oktober bei mir, was mir eine sehr grosse Hilfe ist. In den Stunden der Verzweiflung und Nervösität nicht alleine zu sein, ist unbezahlbar. Emerson, Eduardo und Valter sind auch immer für mich da, wenn ich von ihnen Hilfe brauche. Gott sei gelobt für meine Mannschaft der Beröa Mission. Auch Júlio César (der Zwillingsbruder von Allan), hilft mir unermüdlich bei den Dingen, die mit Komputer zu tun haben. Er ist ein guter Freund und hat schon vieles geschafft. Aber es ist noch vieles zu erledigen. Er wird noch eine ganze Weile hier zu tun haben. Er kann auch nur abends nach der Arbeit kommen.

Weihnachten hatten wir das Haus voll Leben. Terezinhas Enkelkinder kamen und auch Valter und Arlete. Wir feierten Heiligabend zusammen oben im Innenhof bei angenehmen Temperaturen. Das Schwimmbad war auch sauber, und sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen machten eifrig Gebrauch davon. Wir hatten extrem heisse Tage, bei uns waren es an einem Tag über 42ºC!





                                                               

                                                                   Heiligabend

Wie wird mein Leben nun weiter gehen? Vorläufig wird die Mannschaft so weiter machen, wie bisher, Briefe beantworten, Fernbibelkurse verschicken und die Prüfungsbögen der Fernbibelkursschüler korrigieren. Ich habe noch viel auf den Ämtern zu erledigen, auch wegen dem Erbe, dann ergab sich ein Problem mit meinem Personalausweiss (Muttis Name war nicht richtig eingetragen) und auch mit der Mini-Witwenrente. Auch haben wir vor, noch die zwei Bibelkurse drucken zu lassen, die schon fast fertig in Ernestos Komputer waren. Dann stecken wir uns einige Ziele in kürzerer und weiterer Entfernung für das Jahr 2013.

 Wie hat sich mein Leben verändert - in manchen Aspekten radikal! Ich habe nie gerne Verantwortung übernommen, jetzt bin ich die "Chefin" und muss alles entscheiden. Nur gut, dass ich meine "Ratgeber" um mich habe! Ich muss voran gehen, ob ich will oder nicht! Nur gut, dass niemand weiss, was uns dieses Neue Jahr alles bringen wird.!!!!!!!! Es ist nur möglich, Schwierigkeiten und Problemen entgegenzutreten, indem man die Hand Gottes fest hält. Mit meinem Herrn und Heiland Jesus Christus in meinem Leben ist es  mir möglich weiterzumachen!

Das Jahr 2013 kann kommen und sei es so wie Gott will!!!!!!!


                                          Ich wünsche allen ein gesegnetes Neues Jahr!








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