quarta-feira, 14 de novembro de 2012

Ein Monat ohne Ernesto

Heute ist es genau ein Monat her, dass Ernesto uns verlassen hat um bei Dem zu sein, Dem  er mit so viel Freude und Hingabe gedient hat.

Oft wurde er gefragt, warum er seine Laubahn als Ingenieur aufgegeben hat, wo er viel Geld hätte verdienen können, um in den Dienst des Herrn zu gehen und von Spenden zu leben. Da antwortete er immer: Stell dir vor, du hast das tollste, teuerste Fahrrad mit 10 Gängen usw. und jemand kommt und bietet dir einen Porsche an, was wäre dir lieber? Das erinnert mich an einen Bibelvers aus Hebr.11,26 "da er die Schmach Christi für grösseren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens; denn er sah auf die Belohnung."

Unser gemeinsames Leben im Dienst des Herrn hat sich wirklich gelohnt zu leben!!! Wir gingen durch schöne und schwere Zeiten, sind aber nie mutlos geworden. Wir haben das Ziel nicht aus den Augen verloren: Die grösstmögliche Zahl an Menschen mit der Botschaft des Wortes Gottes zu erreichen. Ernestos Ziel mit den Fernbibelkursen war, die Menschen dazu zu bringen, ihre Bibel aufzuschlagen, so dass der Herr durch den Heiligen Geist zu ihren Herzen sprechen könnte. Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam, viel mehr als unsere  armen Menschenworte. Wenn die Menschen die Heilige Schrift aufschlagen, dann haben sie die reelle Möglichkeit die Gute Botschaft der Erlösung und des Wachstums in Christus Jesus zu verstehen.

Gott sei gelobt für diese 38 Jahre des Zusammenlebens. Ernesto hatte so viel Geduld mit mir, nahms mir nicht übel, wenn ich wegen meiner vielen Migränen schlecht gelaunt war, er hat nicht von mir verlangt, eine perfekte Hausfrau zu sein. Er har mich mit all meinen Mängeln angenommen und nicht reklamiert. Andererseits, wenn er manchmal knurrig war, wusste ich, dass er entweder Rückenschmerzen hatte oder sich schwach fühlte nach seiner schweren Erkrankung vor fast 10 Jahren. Ich habs verstanden und einfach ignoriert. Wir hatten einen Wahlspruch seit unserer Hochzeit: Eph.4,26b " Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen." Am Anfang unserer Ehe haben wir immer abends vor unserem Tagesabschlussgebet alles in Ordnung gebracht. Danach haben wir es sein gelassen, weil wir nie mehr auf einander böse waren, noch weniger zornig. Ich glaube, das ist ein Wachstum oder ein Reifen, dass man nicht beleidigt ist wegen Kleinigkeiten. Was oft so im "Eifer des Gefechts" gesagt wird ist bestimmt nicht so ernst! Das geht vorbei! In dieser Hinsicht waren wir beide gleich, nicht nachtragend sein.

Er hat eine grosse Lücke hinterlassen, aber da es vorläufig noch so viele Dinge zu tun gibt, wo man sich drum kümmern muss, oder organisieren muss, hat man keine Zeit zum Lamentieren. Wer weiss, wenn mal alles erledigt ist und das normale Leben weitergeht???????

Tschüss, bis demnächst!



 
 
 
 
 


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